Klaus Kinski war eine der exzentrischsten Persönlichkeiten des deutschen Kinos. Dank seiner schauspielerischen Erfolge besaß er bis zu seinem Lebensende ein beachtliches Vermögen.
Es gibt wohl kaum einen deutschen Schauspieler, der mehr Kontroversen auslöste, als Klaus Kinski. Nicht nur das Schauspieltalent, sondern auch seine cholerische Art machten den Blondschopf zu einer Filmikone. Wer mit ihm zusammenarbeiten wollte, benötigte einen langen Geduldsfaden. Dennoch erreichte Kinski zahlreiche Kassenschlager im Kino, die ihm ein stattliches Vermögen bescherten.
| Vermögen | Einkommen (pro Jahr) |
|---|---|
| rund 5 Millionen Euro | 500.000 Euro |
So groß war das Vermögen von Klaus Kinski
Kinski gehörte in den 70er- und 80er-Jahren zu den gefragtesten Schauspielern Deutschlands. Sogar international wurde der gebürtige Pommer immer wieder für Rollen angefragt, die psychopathische Züge ausdrücken sollten. Besonders hervorzuheben sind aber seine Filme, die gemeinsam mit dem deutschen Regisseur Werner Herzog entstanden sind und bis heute zu seinen Meisterwerken zählen.
Zu seinen Höchstzeiten soll Kinski Tagesgagen von mehreren Zehntausend Mark erhalten haben. Allerdings lebte die Filmikone einen ausschweifenden Lebensstil mit jeder Menge Luxus, teuren Autos und Urlaubsreisen. Sein Reichtum dürfte deshalb geringer ausfallen, als man zuerst annehmen könnte.
Medienberichten zufolge lag das geschätzte Vermögen von Klaus Kinski bis zu seinem Tod bei rund 5 Millionen Euro. Das ist zwar ein beachtlicher Geldwert, für einen Schauspieler dieser Berühmtheit aber eher überschaubar. Man darf nicht vergessen, dass Kinski als einer der wenigen deutschen Darsteller sogar in Hollywood Kultstatus erlangte.
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Die größten Film-Erfolge von Klaus Kinski
Das Vermögen Kinskis kam vor allem durch seine zahlreichen Film-Erfolge zustande. Um zu verstehen, wie der exzentrische Schauspieler so reich wurde, möchten wir deshalb einen Blick auf seine größten Projekte werfen:
Für ein paar Dollar mehr (1965)
In dem berühmten Italo-Western „Für ein paar Dollar mehr“ von Sergio Lione erhielt Kinski eine bedeutende Nebenrolle. Durch seine Performance als der bucklige Bandit „Wild“ wurde der gebürtige Pommer erstmals einem internationalen Publikum bekannt.
Aguirre, der Zorn Gottes (1972)
Durch die Zusammenarbeit mit Werner Herzog bei „Aguirre, der Zorn Gottes“ erlangte Kinski seinen weltweiten Durchbruch. Der Film erzählt die Geschichte des Spaniers Don Lope de Aguirre, der im 16. Jahrhundert die sagenumwobene Goldstadt El Dorado suchen möchte. Wegen seines gewaltigen Einflusses gilt der Streifen heute als Meilenstein der Filmgeschichte. Zudem findet er sich in der „Time“-Liste der besten 100 Filme von 1923 bis 2005 wieder.
Nosferatu – Phantom der Nacht (1979)
Ebenfalls unter der Regie von Werner Herzog, erreichte Kinski mit „Nosferatu“ seinen nächsten großen Erfolg. Darin spielt er die Hauptrolle des legendären Graf Dracula, der die Schwarze Pest im ganzen Land verbreitet. Für seine Schauspielleistung erhielt Kinski den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Zudem wurde der Streifen, der eine Hommage an Friedrich Wilhelm Murnaus gleichnamigen Stummfilm ist, international von Kritikern gelobt.
Woyzeck (1979)
Als Kassenschlager kann man „Woyzeck“ nicht bezeichnen, von Kritikern wurde der Film jedoch geliebt. Statt Unterhaltungskino bekommt man hier einen Kunstfilm geboten, der auf Georg Büchners gleichnamigen Werk basiert. Mit einer Laufzeit von gerade einmal 77 Minuten und einem Budget von 900.000 D-Mark, wird der Streifen in Kinskis Karriere oft übersehen. Dennoch ebnete er den Weg für dessen weiteren Erfolg, der mit dem nächsten Kinohit seinen Zenit erreichte.
Fitzcarraldo (1982)
Fitzcarraldo ist womöglich der berühmteste Film von Werner Herzog und Klaus Kinski. Der blonde Schauspieler verkörperte hier den Abenteurer Brian Sweeney Fitzgerald, der mitten im Dschungel ein Opernhaus bauen möchte. Das Budget von rund 6 Millionen US-Dollar konnte der Film an den Kinokassen zwar nicht wettmachen, dafür wurde er über die Jahre aber zu einem Klassiker der Kinogeschichte.
Die Hintergründe zu den Dreharbeiten sind genauso legendär, wie der Streifen selbst. In der Doku „Die Last der Träume“ bietet Herzog tiefe Einblicke in die schwierige und kuriose Produktion des Films im peruanischen Regenwald. Ein echtes Dampfschiff, das über einen Berg gezogen wurde, dauernde Wutanfälle von Kinski und eine bewaffnete Morddrohung von Herzog gegenüber dem Schauspieler sind nur einige der Vorfälle, die die Dreharbeiten begleiteten.
