Zum Höhepunkt seiner geschäftlichen Tätigkeit war Sam Bankman-Fried ein Multimilliardär. Heute ist das Vermögen des Krypto-Pioniers wesentlich kleiner.
Vor dem Absturz seiner Karriere galt Sam Bankman-Fried als Pionier der Kryptoszene. Er gründete und führte die Kryptowährungsbörse FTX und verwaltete digitale Vermögenswerte über Alameda Research. So gelang es ihm, sich ein beachtliches Vermögen aufzubauen. Zeitweise gehörte er sogar zu den 50 reichsten Menschen der Vereinigten Staaten.
Wie hoch ist das Vermögen von Sam Bankman-Fried?
Die Gründung der Kryptobörse FTX und weiterer Unternehmen hatte Sam Bankman-Fried zu einem wohlhabenden Mann gemacht. Im Juli 2021 verzeichnete FTX ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von zehn Milliarden US-Dollar und hatte über eine Million Nutzer. Damals wurde das Unternehmen mit 18 Milliarden US-Dollar bewertet.
2021 wurde Bankman-Fried auf der Forbes-30-Under-30-Liste in der Kategorie „Finanzen“ geführt. Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte sein privates Vermögen auf knapp 20,5 Milliarden US-Dollar. Den Großteil davon verlor er jedoch wieder, nachdem seine Firmen Insolvenz anmelden mussten und er in Rechtsschwierigkeiten geriet. Sein aktuelles Vermögen wird auf 4 Millionen US-Dollar geschätzt.
Aufstieg zum Krypto-König
Geboren wurde Samuel „Sam“ Bankman-Fried 1992 als Sohn zweier Stanford-Professoren in Kalifornien. Von 2010 bis 2014 besuchte er das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er einen Abschluss in Physik machte. Seine berufliche Karriere begann Bankman-Fried 2013 bei Jane Street Capital, einem Handelsunternehmen, das mit internationalen ETFs handelt.
Im Jahr 2017 kündigte er schließlich seinen Job und gründete mit Alameda Research sein eigenes quantitatives Handelsunternehmen. Er hatte erkannt, welches Potenzial der Handel mit Kryptowährungen birgt und verdiente so ein Vermögen. 2019 zog er nach Hongkong und gründete dort die Kryptobörse FTX.
Ab 2021 gehörten FTX rund 90 Prozent von Alameda Research. Die Kryptobörse avancierte schnell zu den größten ihrer Art und konkurrierte mit Coinbase und Binance. Doch so schnell der Erfolg für Sam Bankman-Fried kam, sollte er auch wieder verschwinden.
Insolvenz und Gerichtsverfahren
Im November 2022 geriet FTX in Zahlungsschwierigkeiten. Etwa sieben Milliarden US-Dollar an Kundenguthaben waren widerrechtlich an Alameda Research abgeflossen und dort verloren gegangen. Da sich kein Investor bereit erklärte, die Börse finanziell zu unterstützen, meldeten FTX sowie etwa 130 weitere mit ihr verbundene Gesellschaften kurz darauf Insolvenz an.
Im Rahmen der Untersuchung nach der Pleite stellte sich heraus, dass Bankman-Fried durch Geschäfte mit seiner eigenen Firma Alameda Research Kundeneinlagen bei FTX in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar veruntreut hatte. Am 12. Dezember 2022 erhob der United States District Court for the Southern District of New York Anklage wegen Finanzbetrugs und Geldwäsche gegen den einstigen Krypto-Pionier.
Am 21. Dezember 2022 wurde Bankman-Fried, der zu diesem Zeitpunkt auf den Bahamas lebte, an die USA ausgeliefert. Zunächst wurde er unter Hausarrest gestellt, am 11. August 2023 dann ins Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn verfrachtet, wo er sich bis heute befindet. Der Gerichtsprozess gegen Sam Bankman-Fried begann am 3. Oktober 2023.
