Papst Franziskus ist das derzeitige Oberhaupt der katholischen Kirche. Sein privates Vermögen stellt ein großes Rätsel dar. Wie reich ist der Papst wirklich?
Als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche trägt der Papst eine große Verantwortung. Franziskus, der mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio heißt, wurde 2013 als Nachfolger von Papst Benedikt XVI. in diese Position gewählt. Angesichts der schweren Last seiner Rolle könnte man meinen, dass der Papst viel Geld verdient. Aber wie hoch ist sein Vermögen tatsächlich?
Wie viel Geld verdient Papst Franziskus?
Obwohl er in der christlichen Welt eine zentrale Rolle einnimmt, bezieht Papst Franziskus selbst kein Gehalt. Stattdessen werden ihm alle Dinge, die er zum Leben und für seine Reisen benötigt, zur Verfügung gestellt. Auch zusätzliche Ausgaben wie Strom oder Telefonkosten werden vom Vatikan übernommen. Daher ist ein festes Gehalt für den Papst gar nicht so wichtig.
Vor seinem Amtsantritt am 13. Mai 2013 war Franziskus als Kardinal tätig. Diese Tätigkeit dürfte ihm ein ordentliches Gehalt eingebracht haben. Nach Angaben von gehalt.de bekommen Kardinäle (zumindest in Deutschland) einen monatlichen Lohn von 11.500 Euro. Manche Erzbischöfe verdienen sogar noch mehr, nämlich rund 13.600 Euro im Monat.
Auch als Bischof dürfte Franziskus gut verdient haben. So gibt es hier immer noch 8.000 Euro pro Monat. Zwar gelten diese Angaben für Deutschland und sind daher nicht exakt auf Franziskus zu übertragen, sie dienen aber als Orientierung, wie viel Geld Personen in geistlichen Ämtern verhältnismäßig verdienen.
Das Vermögen von Papst Franziskus
Fraglich ist, ob Papst Franziskus überhaupt ein privates Vermögen besitzt. Denn seit seinem Amtsantritt legt der Pontifex großen Wert auf materielle Bescheidenheit. Prunk und Luxus lehnt er konsequent ab. Dies zeigt sich unter anderem in seiner schlichten Kleidung: Franziskus wurde bekannt für den Verzicht auf die roten Papstschuhe und trägt einen silbernen statt goldenen Fischerring.
Während das Oberhaupt der katholischen Kirche auf materielle Güter verzichtet, verwaltet der Vatikan ein beachtliches Vermögen. Wie aus einer Analyse der Haushaltslage des Heiligen Stuhls nach dem Krisenjahr 2020 hervorgeht, haben die Bruttoanlagen des Vatikans einen buchhalterischen Wert von rund 3,8 Milliarden Euro. Allein in Italien besitzt der Heilige Stuhl mehr als 4.000 Immobilien.
