Mit Videospielen reich werden – das hat der YouTuber Gronkh geschafft. Doch die sogenannten Let’s Plays sind nicht seine einzige Einnahmequelle.
Gronkh, bürgerlich Erik Range, ist ein echtes Internetphänomen. Der YouTuber und Livestreamer schaffte das, was vor ihm kaum jemandem gelang: Den Lebensunterhalt mit Videospielen bestreiten. Mittlerweile ist er schon seit über einem Jahrzehnt auf YouTube aktiv. Nebenbei streamt Gronkh auf der Plattform Twitch, wo er ebenfalls eine beträchtliche Followerschaft aufgebaut hat.
So groß ist das Vermögen von Gronkh
In der Öffentlichkeit spricht Gronkh nicht über sein Vermögen. Wie viel er tatsächlich auf dem Konto hat, lässt sich daher nur anhand seiner vermutlichen Einnahmen schätzen. Laut unseren Berechnungen verdient Range etwa 60.000 bis 80.000 Euro pro Monat beziehungsweise 720.000 bis 960.000 Euro im Jahr. Sein Vermögen schätzen wir dementsprechend auf rund 5 Millionen Euro.
Die verschiedenen Einnahmequellen des Internetstars
Gronkh ist nicht nur Let’s Player auf YouTube, sondern auch Twitch-Streamer, Synchronsprecher und Unternehmer. So verfügt er über verschiedene Einnahmequellen, die sein Vermögen wachsen lassen. Am meisten Geld verdient er wohl über die folgenden Ströme:
YouTube
Seit 2010 betreibt Range den YouTube-Kanal Gronkh, auf dem er vor allem Let’s Plays veröffentlicht. Bis heute dürfte dieser Kanal eine seiner wichtigsten Einnahmequellen sein. Nach Angaben von Socialblade erreicht er dort über 10 Millionen Aufrufe pro Monat. Hinzu kommen noch weitere Kanäle wie GronkhReacts oder Best of Gronkh, die zusammen fast 6 Millionen weitere Aufrufe und damit hohe Werbeeinnahmen bringen.
Twitch
Viel Geld verdient Gronkh auch mit seinem Twitch-Kanal. Auf der Livestreaming-Plattform hat er bereits über 1,6 Millionen Follower sammeln können. Diese sehen Werbung, spenden Geld und schließen kostenpflichtige Abonnements ab. Mehrere tausend Euro pro Monat sind hierbei so gut wie sicher.
Produktplatzierungen
Ein Internetstar in der Größenordnung von Gronkh muss sich um Werbekooperationen keine Gedanken machen. Der YouTuber und Streamer arbeitet mit verschiedenen Firmen zusammen, die sein monatliches Einkommen beträchtlich ergänzen dürften. Teilweise sind durch sogenannte Produktplatzierungen sogar höhere Einnahmen als mit der Werbung möglich, die von YouTube selbst gezeigt wird.
Merchandise
Über sein Unternehmen GRNK GmbH vertreibt Gronkh Merchandise-Artikel. Dazu gehören etwa T-Shirts, Hoodies, Taschen und Plüschtiere. Verkauft werden über den eigenen Shop auch Fanartikel von Kollegen wie Pandorya, H0lly oder PhunkRoyal. Allein schon die Firmenanteile dürften das Vermögen von Range erheblich steigern.
Sprechrollen
Bereits seit einigen Jahren ist Gronkh auch als Synchronsprecher tätig. So übernahm er immer wieder kleinere und größere Sprechrollen in Videospielen und Filmen. Unter anderem ist Range als Bösewicht Wilson Fisk alias Kingpin im Animationsfilm Spider-Man: A New Universe zu hören. Zudem sprach er im Spiel Life is Strange: True Colors den Polizisten Pike.
Wie wurde Gronkh erfolgreich?
Gronkh wurde als Erik Range 10. April 1977 in Braunschweig geboren. Bereits in seiner Kindheit interessierte sich Range für Computerspiele. Nach dem erfolgreichen Realschulabschluss leistete er zunächst seinen Zivildienst in einem Kindergarten, absolvierte später ein Fachabitur auf einem Wirtschaftsgymnasium und schloss anschließend eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ab.
In den folgenden Jahren gründete Range mehrere Unternehmen, darunter eine Internetagentur und einen Videospielpublisher. 2010 eröffnete er schließlich seinen YouTube-Kanal Gronkh, auf dem er fast täglich neue Videos teilte. Größere Bekanntheit erlangte er durch sein Let’s Play zu dem Open-World-Spiel Minecraft, zu dem zwischen 2010 und 2014 über 1.200 Folgen erschienen.
Heute gehört Gronkh mit rund 5 Millionen Abonnenten auf seinem Hauptkanal zu den größten YouTubern in Deutschland. Sein Erfolg auf der Plattform ist auf sein frühes Anfangen mit Let’s Plays und seine herzliche Art zurückzuführen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Sarazar hat er gewissermaßen den Grundstein für Let’s Plays in Deutschland gelegt.
